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Homepage Heimatverein Werne e.V. - Heimatverein Werne e.V.

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" Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war"
(Mark Twain)

Wir wünschen allen eine erlebnisreiche und erholsame Sommerzeit.
Der Vorstand des Heimatvereins Werne e.V.

Wir freuen uns auf die weiteren gemeinsamen Veranstaltungen.
Unter www.heimatverein-werne.de und auch in der örtlichen Presse informieren wir jeweils über die geplanten Aktivitäten.
Die nächsten Termine:
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Naturerlebnis für Familien am Stadtmuseum
04. Juli, 10:00 bis 12:00 Uhr, Kirchhof 13
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Radtour "Wir erkunden unsere Heimat"
09. Juli, 14:00 Uhr, Parkplatz RWE Goerdelerstr. 1
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Radtour "Wir erkunden unsere Heimat"
06. August, 14:00 Uhr,Parkplatz RWE Goerdelerstr. 1
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Haben Sie Rückfragen zu unseren Veranstaltungen?

Information im Stadtmuseum  (Tel.: 02389/780773)
oder E-Mail an:  raimund.happ@t-online.de
                         barbara.schaewitz@web.de

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      Der Heimatverein Werne öffnet auf seiner Homepage alte Akten
aus dem hundertjährigen Archiv.
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Rede von Bürgermeister Theodor Wenning am 7. Mai 1947 anlässlich der Neukonstitution des Heimatvereins Werne
Meine Damen und Herren!

Ihre Absicht, den bereits 1925 gegründeten Heimatverein neu ins Leben zu rufen, erfüllt mich mit großer Freude. Ich betrachte es als meine schönste Pflicht, die kulturell wertvolle Arbeit zu unterstützen und tatkräftig an ihrem Gelingen mitzuarbeiten. Ein vernichtender Luftkrieg zerstörte weite, blühende Landstriche und viele wertvolle Baudenkmäler unserer geschichtlich so reichen geliebten westfälischen Heimaterde. Alte Städte, die baugeschichtlich gesehen, unser ganzer Stolz waren, liegen in Schutt und Asche. Der Fleiß und das Können von Generationen wurden in wenigen Minuten vernichtet.

Von der großen Not der Menschen in diesen zerstörten Gebieten zeugen täglich die bedauernswerten Evakuierten. Immer wieder ist festzustellen, mit welcher unzerstörbaren Liebe und Sehnsucht sie ihrer Heimat gedenken trotz Verlust von Haus und Hof.
Das Unglück dieser Menschen wird aber noch übertroffen von dem Elend der Millionen, die aus deutschen Landen, wie Ostpreußen und Schlesien, ausgewiesen worden sind und vorerst keine Möglichkeit sehen, in ihre Heimat wieder zurückzukehren. Entwurzelt, heimatlos -ziehen sie in andere Gebiete, ohne Hoffnung auf eine baldige Wende ihres Schicksals. Diesen Unglücklichen werden die Herzen bluten, wenn sie ihre Gedanken voller Sehnsucht zurück-eilen lassen zu ihren Höfen, zu ihren verlorenen Besitz, und es wird ihre Heimatliebe mit jedem Tag stärker in ihnen wachsen, wachsen zu einer verzehrenden Flamme!

Mit welcher Dankbarkeit müssen wir erfüllt sein, dass wir hier in Werne nur geringen Schaden durch diesen grauenhaften Krieg erlitten haben. Dieses, meine Damen und Herren, ist nicht unser Verdienst, es ist eine Gnade und ein Geschenk, dem wir uns würdig zu zeigen haben. Unsere Fluren sind wenig beschädigt, unsere Häuser nicht niedergebrannt; fast jeder sitzt noch auf seiner Scholle. Irrige Weltanschauungen und ihre Träger sind zerbrochen; ein Flammenmeer hat die halbe Welt ergriffen und ausgebrannt - und uns hat das Schicksal gnädig verschont. Um wie viel mehr müssen wir darum die Heimat lieben da sie uns erhalten geblieben ist.

Ich betrachte es als unsere Verpflichtung, eine Einrichtung zu fördern, die unserem Heimatgedanken dient. Über alle politischen und religiösen Parteien hinweg findet sich hier eine Plattform, auf der jeder Bürger dem anderen die Hand reichen kann und muss. Wir müssen aus den Trümmern der Vergangenheit stückweise das Erbgut unserer Väter wieder hervorsuchen und es für unsere Nachkommen zusammensetzen. Westfälisches Brauchtum, Westfälisches Gedankengut und westfälische Sitten sollen uns wieder bewusster werden, und wir wollen von ihnen hören und sie üben. Ich sehe in den Heimatvereinen nicht nur den Zusammentritt von Männern, so unentbehrlich sie auch wieder sein mögen, die aus Beruf oder Passion mehr oder weniger Sammler westfälischer Art sind, gleich in welcher Form sie sich bietet. Ich sehe vielmehr in dem Heimatverein eine Vereinigung, die zündend auch die Jugend erfasst und festhält. Sind nicht die meisten unserer Söhne Soldaten gewesen, die die verzehrende Sehnsucht nach der Heimat selbst kennenlernen mussten? Konfessionslos und parteilos findet sich hier eine Startfläche zu einem Bund für alle, zusammengeführt durch eines unserer schönsten Vermächtnisse, durch die Heimatliebe. Es liegt an Ihnen, dem heutigen Patenkinde dieses Leben zu geben. Unsere Jugend steht suchend vor uns, ihren Füßen ist der Halt, der Boden entzogen worden, den ihr eine falsche Weltanschauung unterschoben hatte. Sie wartet auf uns, dass wir ihre Richtung und Ziel geben, dass wir ihr etwas schenken, womit sie die plötzliche Leere an Idealen ausfüllen kann. Machen wir unsere Jugend mit dem Erbe unserer Väter bekannt, mit ihren Anschauungen, mit ihren Sitten und ihrem Brauchtum, dass sie nicht nur Westfalen der Geburt nach, sondern auch dem Geist nach sind.
Protokoll der Sitzung vom 7. Mai 1947
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